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Wissensentwicklung in Prozessen

Sofortige Lösungen, kurzfristige Wirkungen oder schnelle Hilfe sind von den hier vorgestellten Instrumenten kaum zu erwarten. Sie erfordern unserer Erfahrung nach längere Zeiträume in Anwendung und Wirkung. Wissen baut sich über die gesamte Lebenszeit der Organisation auf. Es wird zur dauernd in Wandlung befindlichen, strukturellen Grundlage der Organisation. Wissen in der Organisation zu gestalten, es zu erneuern und zu verändern kann nicht in einer Woche geschehen. Ebensowenig kann dies die Aufgabe eines einzelnen "Wissensmanagers" sein.

Prozeßorientiert sind die vorgestellten Instrumente in zweierlei Hinsicht: Zunächst wird das Denken in Prozessen, in Zeitverläufen und Entwicklungen zu einer Lernerfahrung der Teilnehmer. Doch auch der Einsatz der Instrumente selbst ist nur in der Orientierung auf organisationale Prozesse sinnvoll. Ihre Anwendung sollte daher in bestehende Maßnahmen von Organisationsentwicklungen eingepaßt und mit ihnen balanciert sein. Die Instrumente können alle einen Beitrag zu einem kontinuierlichen Wissensmanagement leisten, also einen Beitrag, der über die Zeit der Modellerstellung hinausgeht. Während dies jedoch bei der Wissenslandkarte in der Methodik bereits angelegt ist, bedarf es bei Szenario-Methode und System-Simulation einer Transferstrategie, um das generierte Wissen zu verteilen und der gesamten Organisation das gewonnene Veränderungspotential zugänglich zu machen.

Wenn Sie also einen Berg besteigen wollen, dann kaufen Sie sich einen Bergführer und studieren Sie den aufmerksam. Schützen Sie sich mit einem Helm vor fallenden Steinen und seilen Sie sich gut an, um nicht abzustürzen. Doch denken Sie daran: Was Sie auf Ihrer Tour zum Gipfel tatsächlich erleben, hängt nicht nur von Ihrer Ausrüstung ab. Sondern auch davon, mit welchen Zielen und Erwartungen Sie sich auf den Weg machen.


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