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Die Organisation aus wissensorientierter Perspektive
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1.5 Der Zugang zum Erkenntnisobjekt

Im empirischen Feld wurden unterschiedliche (hauptsächlich qualitative) Instrumente eingesetzt 1 . Diese reichen von teilnehmender Beobachtung, Interviews mit verschiedenem Strukturierungsgrad, über Gruppendiskussionen, zeitweise Mitarbeit und Literaturanalysen. Das genaue instrumentelle Vorgehen wird in Kapitel 3.3 und den Einführungen zu den Praxisfällen aufgezeigt. Insgesamt erfolgte der Zugang zum Thema über recht unterschiedliche Erkenntnisfelder (vgl. Abbildung 1.5). Im folgenden werden die wichtigsten Erkenntnisquellen vorgestellt.

Abbildung 1.5: Erkenntnisfelder der Dissertation

1.5.1 Forum für Organisationales Lernen und Wissensmanagement

Um eine solide Basis für die Entwicklung eines praxisorientiertes Konzept des Wissensmanagements aufzubauen, wurde Mitte 1995 das Forum für Organisationales Lernen und Wissensmanagement an der Universität Genf gegründet 2 . In diesem Forum kommen Praktiker zusammen, welche den besseren Umgang mit der strategischen Ressource "Wissen" als zentralen Hebel für die Sicherung ihrer Wettbewerbsfähigkeit ansehen. Für mich bildete das Forum einen idealen Rahmen, um einen Bezugsrahmen des Wissensmanagements mit Hilfe von Action Research zu entwickeln und in Praxisfällen anzuwenden 3 . Zur Schaffung eines gemeinsamen Problemverständnisses und einer gemeinsamen Sprache (vgl. Abschnitt 3.1) führten wir im ersten Jahr eine Reihe von Workshops und Interviews durch, welche unterschiedliche "Wissensprobleme" der Forumsfirmen beleuchteten 4 .

AT&T International

"Organisationales Lernen in der internationalen Personalentwicklung"

Coop Schweiz

"Lessons learned aus strategischen Projekten"

Generaldirektion PTT

"Einsatz von zeit- und distanzunabhängigem Lernen mit Hilfe vernetzter Lernsoftware und multimedialen Bildungsdatenbanken als Ergänzung zur klassischen Wissensvermittlung im internationalen Umfeld"

Hewlett-Packard Europa

"Messung des Wissenstransfers im europäischen HRD-Network"

Holderbank

"Aufbau eines internationalen Wissensnetzwerkes im Produktentwicklungsbereich"

Schweizerische Bankgesellschaft

"Einführung eines Executive Information System zur weltweiten Integration von Wissen"

Schweizerischer Bankverein

"Global Knowledge Network - Schaffung von Wissenstransparenz in einer international tätigen Großbank"

Abbildung 1.6: Forumsprojekte im Jahr 1996

Die Ergebnisse dieser Untersuchungen diskutierten wir im Forum mit den anderen Teilnehmerfirmen und versuchten gemeinsame Problemfelder herauszuarbeiten. In einem iterativen Prozeß bildeten sich so Bausteine des Wissensmanagements heraus, welche auch das Rückgrat dieser Dissertation bilden (vgl. Abschnitt 3.1). Die Entwicklung der Forumsaktivitäten zeigt die folgende Tabelle:

Thema der Forumssitzung

Datum

Gastgeber

Ort

Einführung ins Thema

12.6.1995

Schweizerischer Bankverein

Genf

Entwicklung des Bezugsrahmens

21.9.1995

Coop

Basel

Diskussion und Analyse der Wissensprojekte

29.2.1996

Sulzer Management

Winterthur

Herausarbeitung von Schwerpunktthemen

18.6.1996

Telecom-PTT

Biel

Schwerpunkt: Verankerung des Wissensmanagements

22./23.10.1996

Schweizerischer Bankverein

Thun

Schwerpunkt: Wissenstransparenz

5./6.3.1997

Winterthur Versicherungen

Diessenhofen

Schwerpunkt: Wissens(ver)teilung

19./20.6.1997

Holderbank

Holderbank

Schwerpunkt: Wissensbewertung

20./21.11.1997

Hewlett Packard

Genf

Abbildung 1.7: Der Action Research Prozeß im Forum für Organisationales Lernen und Wissensmanagement

Die Gründung und Belebung des Forums erwies sich für meine Dissertation als Glücksfall, da ich jederzeit Zugriff auf eine Vielzahl renommierter Großunternehmen hatte und in diesen Ansprechpartner vorfand, welche an Problemfeldern meiner Dissertation in der Praxis arbeiteten. Im zweiten Jahr der Aktivität bildeten themenzentrierte round-tables den Schwerpunkt der Aktivitäten des Forums. An Hand von externen best practices 5 und Ergebnissen, welche innerhalb von Forumsprojekten gewonnen wurden, diskutierten wir jeweils ausgewählte Instrumente und Ideen des Wissensmanagements. Inzwischen hat sich aus dem Forum ein Netzwerk interessierter Praktiker gebildet, welche unter wissenschaftlicher Begleitung Wissensprozesse in Organisationen anhand konkreter Problemstellungen steuern wollen.

Das Vertrauen der Forumsmitglieder und die daraus resultierende Offenheit ermöglichten mir Einblicke in Wissensproblematiken, welche insbesondere in die Fallstudien dieser Dissertation eingeflossen sind. Diese Fallstudien und ihre empirischen Grundlagen werden in Abschnitt 3.3.1 dieser Arbeit vorgestellt.

1.5.2 Interviews

Im Rahmen der Forumsarbeit sowie durch andere Projekte und Kontakte war es mir möglich, in 16 Unternehmen mit 58 Personen über 100 Interviews und Workshops durchzuführen. Zur Vorbereitung der Fallstudien wurden teilstandardisierte Interviews anhand der Leitfragen des Wissensmanagements durchgeführt (vgl. Anhang zwei). Diese Leitfadengespräche wurden durch nicht-standardisierte Interviews und Gruppendiskussionen vertieft, wobei jeweils eine aus Praxissicht relevante Wissensproblematik diskutiert und analysiert wurde. Aussagen, welche in diesen Interviews getroffen wurden, fließen unter Nennung der Funktion - aber Auslassung des Namens - in den Hauptteil der Dissertation ein. Die Interviewten kamen dabei aus verschiedensten Unternehmensbereichen und waren Geschäftsführer, Personalentwickler, Informatiker, Forschungsleiter, Kommunikationsexperten und Linienverantwortliche aus Vertrieb, Anlageberatung oder der Produktion (siehe Anhang zwei und drei).

Arthur Andersen

AT&T-Europe

BASF

Bertelsmann Fachinformation

Coop Schweiz

DG-Bank

Gabler Verlag

Swiss Telecom

Hewlett Packard-Europe

Holderbank Managementand Consulting Ltd

Schweizerische Bankgesellschaft

Schweizerischer Bankverein

Sulzer Management AG

Sulzer medica

Sulzer Turbo

Winterthur Versicherungen

Abbildung 1.8: Unternehmen, in denen Gesprächs- und Interviewpartner zur Verfügung standen

Ein deutlicher Schwerpunkt der Gesprächspartner befand sich im Personalbereich, was auf die ursprüngliche Rekrutierungsstrategie des Forums und die besondere Vorliebe der Personalfunktion für das Thema Wissensmanagement zurückzuführen ist. Ich möchte an dieser Stelle allen beteiligten Unternehmen für ihre Offenheit und ihr Vertrauen danken, welches sie mir bei der Beantwortung der teilweise hochpolitischen Fragestellungen entgegenbrachten. Einige Aussagen konnten selbst in anonymisierter Form nicht zum Teil dieser Arbeit werden und bildeten somit für mich ein nicht-expliziertes Hintergrundwissen, welches mich insbesondere in der Interpretation von Einzelaussagen der Akteure unterstützt hat.

Zudem wurde eine Reihe von Experteninterviews mit Wissenschaftlern und Beratern geführt, in denen ich meinen Bezugsrahmen des Wissensmanagements zur Diskussion stellte (siehe Anhang 2/Experteninterviews).

1.5.3 Kolloquien/Kongresse

Neben den regelmäßigen Diskussionen am Lehrstuhl für Organisation und Management der Universität Genf erbrachte die Organisation und Durchführung von Kolloquien den größten Erkenntnisgewinn. Im Laufe der drei Jahre konnte ich ein dichtes Beziehungsgeflecht von "Wissensforschern" im gesamten deutschen Sprachraum und darüber hinaus entwickeln. Initialzündung war ein Symposium zum Thema Wissen in Organisationen, das ich im September 1995 in Zusammenarbeit mit Michael de Vries (Universität Witten-Herdecke) organisierte. Dieses Symposium klärte die grundsätzliche Frage, inwiefern ein systemtheoretischer Ansatz (Luhmann: 1984/1992) Grundlage meiner Dissertation werden könnte. Dank der Präsenz von Dirk Baecker wurde mir klar, daß für den angestrebten pragmatischen Weg eine konsequent systemtheoretische Perspektive nicht gangbar wäre (vgl. Romhardt: 1996). Die Konsequenz war, die Modellierung von Wissen als Steuerungsmedium im Sinne der Systemtheorie aufzugeben 6 . Das Folgesymposium in Chemnitz (vgl. Romhardt: 1997 I) vertiefte unter der Überschrift "Organisation von Innovation" die Bedeutung des "Neuen" für Fragen des Wissensmanagements und bildete ein kritisches sounding board für die entwickelten Bausteine des Wissensmanagements. In der Folge wurde insbesondere den Grenzen der Intervention in die organisatorische Wissensbasis noch stärkere Bedeutung zugemessen (vgl. Roehl/ Romhardt: 1997).

Mit der Universität Kaiserslautern besteht seit 1996 reger Forschungskontakt, welcher bisher zu vier gemeinsamen Kolloquien geführt hat. Die Synergien dieser Forschungskooperation liegen vor allem in der "harten" technologischen Kompetenz des Lehrstuhls für Fertigungstechnik und Betriebsorganisation in Ergänzung zu den eher "weichen" Erkenntnisdimensionen des Lehrstuhls für Organisation und Management in Genf 7 .

Datum

Thema (Ort)

Veranstalter

22.-24.9.95

Wissen in Organisationen (Freiburg im Breisgau) 8

Studienstiftung des deutschen Volkes

11./12.4.96

Modellierung von Wissensmanagement (Genf)

Lehrstuhl Probst

17.-20.10.96

Neues, aber wie? - Zur Organisation von Innovation: Strukturen, Prozesse, Interventionen (Chemnitz) 9

Studienstiftung des deutschen Volkes

30./31.10. 1996

First International Conference on Practical Issues of

Knowledge Management (Basel)

SIG/SGAICO 10

14./15.11 1996

Wissensmanagement II (Kaiserslautern)

Universität Kaiserslautern/ Lehrstuhl Probst

3.-5.4.1997

Wissensmanagement III (Kaiserslautern)

Universität Kaiserslautern

12-14.5.1997

Knowledge Management within the European Community (Utrecht)

Kenniscentrum/CIBIT

6.-8.6. 1997

Wohin geht die Organisationsforschung? (Diessenhofen)

Studienstiftung des deutschen Volkes

9./10.10 1997

Wissensmanagement IV (Genf)

Lehrstuhl Probst

Abbildung 1.9: Vorbereitende Kolloquien und Kongresse

Neben diesen selbst-organisierten Kolloquien, nahm ich an einschlägigen Konferenzen zum Wissensmanagement teil, zuletzt gar als "Experte" auf einer Inputtagung für die Europäische Kommission. Gleichzeitig konnte durch eine Reihe von Vorträgen 11 und problemorientierten Workshops (u.a. bei Bertelsmann, Sulzer und im Zentrum für Unternehmensführung) zusätzliches Feedback gesammelt werden.

1.5.4 Vorbereitende Veröffentlichungen

Diese Dissertation ist durch eine Reihe von Veröffentlichungen vorbereitet worden. Schreibenderweise näherte ich mich meinem Erkenntnisobjekt immer weiter an. Das Festhalten von Teilergebnissen hat dazu beigetragen, mich nicht in der Breite des Themas zu verlieren. Die vorgelegten Publikationen sind bewältigte Meilensteine, auf welche diese Dissertation aufbaut:

Probst, G./Raub, S./Romhardt, K. (1996): Interkulturelles Lernen und Kulturmanagement in internationalen Unternehmen, Bern: Schweizerischer Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung/Abschlußbericht (251 S.).

Probst, G./Raub, S./Romhardt, K. (1997): Wissen managen: Wie Unternehmen ihre wertvollste Ressource optimal nutzen, Frankfurt (Main)/Wiesbaden: FAZ/Gabler (403 S.).

Probst, G.J.B./Romhardt, K. (1997 I): Bausteine des Wissensmanagements - ein praxisorientierter Ansatz, in: Dr.Wieselhuber & Partner Unternehmensberatung, (Hrsg.): Lernende Organisation, S. 129-143, Wiesbaden: Gabler.

Probst, G.J.B./Romhardt, K. (1997 II): Faktor Wissen, in: Manager Bilanz, 4, S. 6-10.

Probst, G./ Romhardt, K. (1997 III): Building blocks of knowledge management - A practical approach. Cahier de recherche, HEC, Université de Genève, Genève.

Roehl, H./Romhardt, K. (1997): Möglichkeiten und Grenzen des Wissensmanagements: Auf der Suche nach einem neuen Umgang mit der Ressource Wissen in der Organisation, in: Gablers Magazin, 6-7, S.42-45.

Romhardt, K. (1994): Zur Evolution der organisatorischen Lernfähigkeit einer Branche am Beispiel der Automobilindustrie, Diplomarbeit der Hochschule St. Gallen (Prof. Müller-Stewens) in Kooperation mit McKinsey&Company.

Romhardt, K. (1995): Das Lernarenakonzept: Ein Ansatz zum Management organisatorischer Lernprozesse in der Unternehmenspraxis. Cahier de recherche, HEC, Université de Genève, Genève.

Romhardt, K. (1996): Interventionen in die organisatorische Wissensbasis zwischen Theorie und Praxis - Welchen Beitrag kann die Systemtheorie leisten? Cahier de recherche, HEC, Université de Genève, Genève.

Romhardt, K. (1997 I): Interne und externe Wissenstransparenz als Ausgangspunkt für organisatorische Innovation, in: Heideloff, F./Radel, T. (Hrsg.): Organisation von Innovation: Strukturen, Prozesse, Interventionen. Beiträge eines Forschungskolloquiums der Studienstiftung des deutschen Volkes, München/Mering: Hampp.

Romhardt, K. (1997 II): Processes of Knowledge Preservation: Away from a Technology Dominated Approach, in: Proceedings der 21. Deutschen Jahrestagung für Künstliche Intelligenz vom 9. -12. September `97 in Freiburg (Breisgau), Workshop "Knowledge-based systems for knowledge management in enterprises".

Abbildung 1.10: Vorbereitende Veröffentlichungen

Das wichtigste "Produkt" dieser Vorarbeiten war sicherlich die Veröffentlichung von "Wissen managen" (Probst/Raub/Romhardt: 1997). Dieses Buch für die Unternehmenspraxis basiert auf Forschungen im Rahmen des Nationalfondsprojekt "Interkulturelles Lernen und Kulturmanagement in internationalen Unternehmen", welches mich neben den Forumstätigkeiten in den ersten zwei Jahren meiner Assistententätigkeit in Genf beschäftigte und dessen Ergebnisse 1996 vorgelegt wurden. Da es sich bei Probst/Raub/Romhardt (1997) um einen fundamentalen Beitrag zu meiner Forschungsarbeit handelt, werde ich während der Dissertation häufiger aus diesem Beitrag zitieren.

1.5.5 Neue Rollen im Forschungsprozeß

Während der Arbeit im empirischen Feld diente mir das Rollenmodell 12 von Baitsch (1993) als Wegweiser. Baitsch fordert für das Verständnis sozialer Systeme eine hinreichende Rollentrennung zwischen (A) dem Forscher als Interaktionspartner (interner Beobachter, involviert, Engagement) und (B) dem Forscher als Protokollant (externer Beobachter, distanziert. Transparenz hinsichtlich Datenerhebung, -aufbereitung, -interpretation). Die logische Buchhaltung und bewußte Trennung dieser beiden Rollen ist notwendig, um sein Erkenntnisziel nicht aus den Augen zu verlieren und sich gleichzeitig auf die soziale Situation einzulassen, um sie so ein Stück weit auch zu erspüren.

Abbildung 1.11: Rollen im Forschungsprozeß

Im Laufe der fortschreitenden Verstrickung mit dem Erkenntnisobjekt wandelte sich zunehmend auch mein wissenschaftliches Rollenverständnis. Das klassische, wissenschaftliche Rollenmodell, das seine Stärken in der Analyse, Beschreibung, Erklärung und Problematisierung hat und im Idealfall zur Schaffung neuer Modelle oder Theorien führt, schien mir für meine Erkenntnisinteressen nicht hinreichend zu sein. Geprägt durch die intensiven Praxiskontakte definierte ich ergänzende Rollen, von denen ich mir einen höheren Nutzen und Hebel zur Beantwortung meiner Fragestellungen erwartete. Ziel dabei war stets, isolierte betriebene Forschung zu vermeiden und die Anschlußfähigkeit meiner Ideen in der Praxis zu erhöhen.


1. Vgl. Baitsch (1993).

2. Forumsmitglieder sind z.Zt. AT&T-International, Swisscom, Schweizerischer Bankverein, Winterthur Versicherungen, Schweizerische Bankgesellschaft, Holderbank, Deutsche Bank und Hewlett Packard Europa.

3. Der Konstruktionsprozeß dieses Bezugsrahmens wird in Abschnitt 3.1 dieser Arbeit dargestellt.

4. Die Koordination der Aktivitäten und Projekte des Forums lag bis April 1997 in meiner Verantwortung, im ersten Jahr der Aktivität gemeinsam mit Steffen Raub.

5. Hierzu luden wir u.a. Vertreter von Arthur Andersen, BASF, Daimler Benz, Hewlett Packard und Henn Architekten ein.

6. Ein Steuerungsmedium ist ein symbolisch codiertes Gerüst, welches jenen allgemeinen (generalisierten) Sinnzusammenhang abgibt, in welchen ganz unterschiedliche, spezifische Bedeutungen eingespannt werden können. Beispiele für solche Innenskelette wären der genetische Code, Sprache, Geld, Macht, Vertrauen oder Glaube. Steuerungsmedien legen die Rationalität oder das Funktionsmodell eines bestimmten Systems fest. Eine produktive Interaktion zwischen (Teil-)Systemen setzt voraus, daß die jeweiligen (Teil-)system-spezifischen Steuerungsmedien anschließbar/kompatibel sind. Die Idee, Wissen im systemtheoretischen Sinne zu modellieren, wurde aufgegeben, da das Steuerungsmedium für mich nicht beobachtbar gewesen wäre. Dies hätte eine Nicht-Anschlußfähigkeit meiner Gedanken in der Praxis zur Folge gehabt.

7. Die Ergebnisse dieser Kooperation können im Internet unter http://www.cck.uni-kl.de/wmk/ abgerufen werden.

8. Teilnehmer: Michael de Vries/Universität Witten-Herdecke, Jörg Hogen/ Universität Witten-Herdecke, Hannes Danzer/Boston Consulting Group, Frank Heideloff/HSG, Tobias Radel/HSG, Claudia Hügel/Universität München, Götz Wagenseil/ Universität Witten-Herdecke, Kai Romhardt/Universität Genf, Prof.Dr. Dirk Baecker, Prof.Dr. Christof Baitsch/ TU Chemnitz-Zwickau.

9. Teilnehmer: Prof. Dr. Christof Baitsch/TU Chemnitz-Zwickau, Jens Beckert/FU Berlin, Frank Heideloff/TU Chemnitz-Zwickau, Tobias Radel/HSG, Heiko Roehl/Universität Bielefeld, Kai Romhardt/Universität Genf, Christian Sandig/Universität Nürnberg, Michael de Vries/Universität Witten-Herdecke, Elke Weik/ TU Chemnitz-Zwickau, Dr. Jürgen Spickers/HSG, Dr.Steyer/Universität Wien.

10. SIG = Schweizer Informatik Gesellschaft, SGAICO = swiss group for artificial intelligence and cognitive science.

11. Vorträge: "Nutzen Sie das Wissen Ihrer Mitarbeiter? Erfahrungen der geneva knowledge group im Umgang mit Wissensmanagement" gehalten am 18.April 1996 im Hotel Zürich/Zürich im Rahmen der Tagung "Skill Management" der Schweizerischen Vereinigung für Datenverarbeitung; "Praktische Erfahrungen mit Wissensmanagement" gehalten am 26. November 1996 vor dem Institut für Arbeitspsychologie an der ETH-Zürich (Prof. Ulich); "Wissensmanagement zwischen Theorie und Praxis - Erfahrungen der Telecom PTT im schweizerischen Forum für Organisationales Lernen und Wissensmanagement", gehalten am 26. November 1996 im Rahmen der Netzwerktagung "Wissen und Wirtschaft" der Stadt Graz und des Kantons Steiermark in Graz.

12. Unter einer sozialen Rolle verstehe ich ein Bündel normativer Erwartungen an den Inhaber einer Position. Wissenschaftler im Bereich der Managementforschung stehen vor dem Dilemma, daß die Erwartungen an ihre Arbeit innerhalb der scientific community extrem von den Erwartungen der Praxis abweicht. Vgl. auch Flick (1995: S.71f).

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