Die Herausforderung dieser Arbeit liegt in der Beobachtung von Organisationen aus einer wissensorientierten Perspektive und in der Modellierung von Möglichkeiten und Grenzen der Intervention in die organisatorische Wissensbasis 1 . Dieses einleitende Kapitel gibt einen Gesamtüberblick. Es arbeitet heraus, welche Trends in Theorie und Praxis mich 2 zum Verfassen dieser Arbeit motiviert haben. Hieraus werden die Erkenntnisziele der Dissertation abgeleitet. Nach einer Klärung der erkenntnistheoretischen Grundüberzeugungen und -methoden werden meine vielfältigen Zugänge zum empirischen Erkenntnisgegenstand dargestellt. Es wird aufgezeigt, welchen Grundüberzeugungen meine Forschung im Feld des Wissensmanagements folgte und welcher Balanceakt zwischen verschiedensten Rollenkonzepten geleistet werden mußte, um mich meinem Erkenntnisobjekt hinreichend nähern zu können.
2. Die Ich-Form wird in dieser Arbeit bewußt an den Stellen verwendet, in denen Ich zeigen will, daß es sich um meine persönliche Beobachtung des Erkenntnisgegenstandes handelt. So muß ich als Verfasser einer Dissertation zu meinen persönlichen Unterscheidungen stehen und diese dementsprechend kenntlich machen. Ich habe sie getroffen. Ich muß sie verantworten. Keine objektive Wissenschaft spricht durch mich über eine wahre und ewig gegebene Welt. Hiermit folge ich konstruktivistischen Grundpositionen. Vgl. Watzlawick (1988) oder Schmidt (1992 I). Wenn Ich in der Wir-Form spreche, dann wird auf Publikationen Bezug genommen, welche in Teamarbeit erstellt wurden.
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